superillu.de - Fritz Rau über Tokio Hotel

Veröffentlicht auf von Blacklady

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Konzertveranstalter Fritz Rau (80) über Tokio Hotel...

Prophezeien Sie »Tokio Hotel« eine lange Zukunft?
Ich bin mit meinen Enkelkindern zu Tokio Hotel gefahren. Ich bekomme ja immer noch Freikarten. Es war gerammelt voll. Als sie anfingen zu spielen, sah ich glückliche Mädchen auf dem Balkon – wie die meinen – die alles mitgesungen haben. Vor der Bühne wurden 300 ohnmächtig, aber bei den Beatles wurden 500 ohnmächtig. Tokio Hotel hat ja einen Lead-Sänger und das ist das Wichtigste! Die Stones sind ja gut, und Keith Richards ist die Seele, aber ohne Mick Jagger wäre es nicht dasselbe. Und egal wie Bill aussieht, der Front-Mann ist wichtig und die Jungs strengen sich an. Die haben ein gutes Management, ein gutes Programm für die jungen Leute entwickelt. Nach dem Konzert sind wir hinter die Bühne und meine Enkel haben sich Autogramme auf ihre Arme schreiben lassen und sich geweigert, sich später zu waschen. All dieser Zirkus. Inzwischen haben Tokio Hotel auch in Frankreich und den USA Erfolg. Und wenn Tokio Hotel auf dem Teppich bleibt und nicht zu viele Interviews ablehnt, wenn die ordentlich betreut werden und auf der Bühne ihr Bestes geben, und sich weiterentwickeln, dann können sie noch eine ganze Weile oben bleiben. Und es ist so Mode geworden, negativ über Tokio Hotel zu sprechen, aber die Menschen, die das tun, haben ein Manko: die haben keine Enkelkinder, die sie zum Konzert verführen und haben daher Tokio Hotel nie live erlebt. Ich finde es fantastisch, dass sie aus Magdeburg kommen. Oder Stefanie von Silbermond – die könnt ich küssen, wenn ich nicht schon fast 80 Jahre alt wäre.

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