BILD.de - 18.4.2012

Veröffentlicht auf von Blacklady

Der Vater der "Tokio Hotel"-Zwillinge
"Ich habe große Angst um Bill"


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Nie hat der Vater gesprochen, nie öffentlich sein Gesicht gezeigt: Bis ihm seine Söhne, Bill und Tom Kaulitz (22) von "Tokio Hotel", mit 6000 Euro Schweigegeld den Mund verbieten wollten.

Gestern berichtete BILD von dem seltsamen Brief der Zwillinge an ihren Papa. Heute spricht Vater Jörg (44) über sein Leben mit den Teenie-Stars und seine Sorgen um die Söhne.

BILD: Warum sind Sie erst jetzt in die Öffentlichkeit getreten?

Vater Jörg: "Dafür gibt es nur einen Grund: Ich möchte Bill und Tom wiedersehen. Es geht nicht um verletzte Eitelkeiten, schon gar nicht um Geld – es geht darum, dass ich mir Sorgen um meine Söhne mache."

BILD: Sorgen?

Vater Jörg: "Ja, sehr große sogar. Wenn ich zum Beispiel Bills neue Tätowierung auf der Hand sehe, dieses Skelett – dann graust es mir."

BILD: Er ist ein Rockstar...

Vater Jörg: "Aber ich hoffe, er endet nicht wie Amy Winehouse. Ich habe große Angst, dass Bill früh stirbt. Er hatte immer eine Verbindung zum Tod. Jetzt haben die Jungs offenbar auch noch ihr Testament gemacht. Das ist doch alles nicht normal."

BILD: Können Sie sich an das letzte gemeinsame Treffen erinnern?

Jörg: "Natürlich, Weihnachten 2009. Bill und Tom besuchten mich. Wir haben 'Freixenet'-Sekt getrunken, geraucht, uns unterhalten. Danach sah ich sie nie wieder. Sie sind ja nach Amerika ausgewandert."

BILD: Und dann hatten Sie keinen Kontakt mehr?

Jörg: "Doch, über SMS. Aber ich habe das Gefühl, dass sie in Amerika fremdgesteuert werden. In den letzten SMS von Tom klang auch der Vorwurf heraus, dass ich mich von ihrer Mutter getrennt habe, als sie sieben waren. Sie würden noch heute unter diesem Umstand leiden."

BILD: Warum haben Sie die Familie verlassen?

Jörg: "Meine Frau Simone und ich haben uns nicht mehr verstanden. Sie wollte immer hoch hinaus und fühlte sich zu Künstlern hingezogen. Damit konnte ich überhaupt nichts anfangen. Ich wollte einfach nur ein normales Leben leben."

BILD: Welche Rolle spielt Ihre Ex-Frau Simone (43) heute im Leben der Söhne?

Jörg: "Eine bedeutsame. Für Bill ist seine Mutter seine Göttin. Tom ist mehr das Papa-Kind. Ich glaube, Simone hat großen Einfluss auf die Jungs. Sie wohnt ja bei ihnen in Los Angeles."

BILD: Wie waren Bill und Tom als Kinder?

Jörg: "Aufgeweckt und kreativ. Ich habe schon früh gemerkt, dass sie etwas Besonderes sind. Bill zog sich als kleiner Junge zum Fasching gern Kleidchen an oder verkleidete sich als Pippi Langstrumpf mit Zöpfen."

BILD: Was war das Schlimmste, das Sie mit Ihren Söhnen erlebt haben?

Jörg: "Als Bill 2008 in Berlin in der Klinik lag und seine Stimme weg war. Als ich ihn so blass und ausgelaugt daliegen sah, tat er mir unendlich leid. Seine Manager haben ihm kaum eine Pause gegönnt. Da muss so ein Junge irgendwann zusammenbrechen."

BILD: Warum haben Sie nichts dagegen unternommen?

Jörg: "Ich hatte keine rechtliche Grundlage. Die Mutter hatte das Sorgerecht, weil wir nie miteinander verheiratet waren. Sie hat auch alle Verträge für die Jungs unterschrieben, als sie noch minderjährig waren."

BILD: Glauben Sie, dass Ihre Familie jemals wieder zusammenkommt?

Jörg: "Es gibt nichts, was ich mir mehr wünsche. Aber ich habe wenig Hoffnung. Bill und Tom haben mal gesagt, ihre Hunde seien ihre Familie. Weil Hunde ein Leben lang treu sind. Das hat mir einen Stich ins Herz versetzt. Ihre Hunde sind ihnen wichtiger, als ich es bin."

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